anzeige
Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik


Startseite ep24 News, Fachberichte, Pressemeldungen Termine, Veranstaltungen Marktplatzanzeigen Serviceleistungen: Onlinerechner, Webmaster, Angebotsservice, Newsletter Energie, SHK & Bau-Community ENERLIX Gewerbekunden Marktplatz B2B
News  |  Wissen  |  Themen  |  Fachtexte  |  Pressetexte  |  Bildung  |  Blogs  |  Suche  |  Archiv  |  Neuer Artikel
Suche






Sie sind hier: Start > News & Wissen > Brennstoffzellen: Offener Brief an unsere Politiker und Entscheidungsträger : zurück

a
n
z
e
i
g
e
Frage/ Kommentar schreiben >


Thema Brennstoffzellen vom 10.04.2008 @ 15:01:11 CEST


Offener Brief an unsere Politiker und Entscheidungsträger


Aktuelle Brennstoffzelle News Betrifft: Aufbau einer Wasserstoffversorgungs-Infrastruktur für Brennstoffzellen

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

um die Klimakatastrophe abzuwenden machen wir – allen voran unsere Bundesrepublik – große Anstrengungen. Diese Bemühungen werden viele Milliarden kosten und leider nur wenig bewirken, schon weil andere, größere Umweltverschmutzer z.B. die USA, China, Indien, usw. nicht mitmachen. Vor allem aber wird sich unsere Abhängigkeit von dem zu Ende gehenden Erdöl und Erdgas durch alle bisher geplanten Maßnahmen nicht verringern.

Zu unserem Glück ist eine Lösung die Brennstoffzelle, technisch bereits ausgereift, verfügbar. Auf unseren U-Booten sind bereits Brennstoffzellen, die Wasserstoff zur Stromerzeugung verwenden, im Einsatz. Und Hamburg baut zur Zeit ein Ausflugsschiff mit zwei Brennstoffzellen (eine für die Alster, eine zweite auf der Elbe). Für die Versorgung dieses Schiffes baut Hamburg eine Wasserstofftankstelle für etwa eine Million Euro, in etwa so teuer wie das gesamte Schiff.

Leider zögern die Hersteller von Brennstoffzellen – darunter auch Siemens – mit der Markteinführung, weil die Infrastruktur für die Wasserstoffversorgung fehlt. Wasserstoff – in H2O – ist unbegrenzt verfügbar und kann durch Elektrolyse gewonnen werden. Unsere noch bestehenden Kernkraftwerke wären durch billigen Strom dazu sehr geeignet. Leider haben unsere rot-grünen Politiker, um ihre Wähler bei der Stange zu halten, unsere Öffentlichkeit so verängstigt, dass wir vor allem auf Fotovoltaik, aber auch Windkraft zur Stromerzeugung für die Elektrolyse angewiesen sein werden.

Derzeit arbeitet die Fachhochschule Lübeck – mit Fördermitteln aus Brüssel – an einem Projekt, um die ca. 20% Strom, die derzeit bei den Windgeneratoren während Starkwindphasen ungenutzt verloren geht (Strom ist nicht speicherbar), durch Wasserstoffgewinnung (H2 ist speicherbar) zu nutzen.

Vor allem aber könnte Wasserstoff in großem Maßstab durch Solarenergie gewonnen werden. Die Sonnenenergie steht uns gratis und unbegrenzt zur Verfügung. Weil der Wirkungsgrad der Fotovoltaik-Elemente in Äquatornähe am größten ist, könnten wir von afrikanischen Staaten brach liegende Flächen – Wüsten – pachten und dort quadratkilometerweise Fotovoltaik-Elemente aufbauen. Als Nebeneffekt würden wir durch unsere Pachtzahlungen Entwicklungshilfe für Afrika leisten. Wenn es möglich ist, demnächst eine Gaspipeline durch die Ostsee zu verlegen, sollte es auch möglich sein, eine Pipeline durch das Mittelmeer zu bauen.

Die für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur notwendigen Milliarden können nur mit Hilfe der Politik aufgebracht werden. Auch die Europäische Union ist hier gefordert. Den Anfang mit einem Pilotprojekt, sollte die Bundesrepublik machen. Danach könnte sich unsere Industrie vor Aufträgen weltweit nicht mehr retten .Wir würden zwei große Probleme gleichzeitig lösen. Erstens unsere Abhängigkeit von fossilen Energien wäre überwunden und zweitens, die Klimakatastrophe – soweit sie auf CO2 zurückzuführen ist – wäre abgewendet. Bei der Verbrennung von Wasserstoff entsteht nur Wasserdampf. Auch unsere Autoindustrie könnte aufatmen.

Ich hoffe auf mutige Entscheidungen auch gegen die Bedenkenträger („


Viel zu teuer“) und gegen die Konzerne, die an Erdöl, Erdgas und Strom derzeit noch gut verdienen. Leider ist in der breiten Öffentlichkeit die Brennstoffzelle noch unbekannt und Wasserstoff gilt fälschlicherweise als sehr gefährlich, seitdem in New York in den Dreißiger Jahren ein Zeppelin nicht explodiert, aber abgebrannt ist.

Der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur wird Jahrzehnte benötigen, daher besteht verstärkter Handlungsbedarf. Die Bereitstellung von Fördermitteln für die Forschung und eine Pilotanlage ist eilbedürftig. Vor allem aber ist eine umfassende Information unserer Wähler über den Stand der Technik notwendig. Das Thema Wasserstoff wäre auch für jeden Wahlkampf sehr geeignet, weil es ideologisch weder von Rechts noch Links besetzt ist.

Für eine kurze Nachricht, dass meine Vorschläge Sie erreicht haben und nicht im Aktenordner des Referenten, der Ihre Post sichtet abgelegt worden sind, wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Sigurd Kulikowsky




Veröffentlicht von energieportal24.de Redaktion i.A. von Sigurd Kulikowsky

Energieportal24.de Redaktion:

Sven Geitmann
geitmann@hydrogeit.de

christian_baeumker













     
ARTIKEL BEWERTUNG
Durchschnitt: 4.5
Stimmen: 10


nutzlos
brauchbar
nützlich
interessant
sehr interessant

anzeige
Brennstoffzellen



Themenportal    |  Momentan gewählt:




Diese Seite verlinken? Hier der HTML-Code:
 
Tipps (sponsored)