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 | Thema Energiesparendes Bauen vom 18.10.2007 @ 16:19:11 CEST
Darmstädter Solarhaus erfolgreich
Lange haben die Nachwuchswissenschaftler der TU Darmstadt auf diesen Wettbewerb hingearbeitet. Im Rahmen des in den USA stattfindenden und vom amerikanischen Umweltministerium ausgerichteten „Solar Decathlon“ stellen derzeit 20 Teams ihre Wettbewerbsbeiträge, die das Potenzial solaren Bauens ausloten sollen, der Öffentlichkeit und einer kritischen Jury vor.
Nach der ersten Runde des Wettbewerbs, der in 10 Kategorien ausgetragen wird, stand man auf Platz ein, nun ist das Team auf einen noch immer respektablen dritten Platz zurückgefallen.
In der ersten Runde ging es vor allem um funktionale und ästhetische Aspekte der Architektur. Hier vermochte das Konzept aus Darmstadt die Juroren voll und ganz zu überzeugen. In ihrer Urteilsbegründung bezeichneten sie das Haus als „a class of ist own“. Den zweiten Wettbewerb, die sich damit beschäftigte, wie die einzelnen Teams die Vorteile erneuerbarer Energien kommunizieren, konnte das Team aus Maryland gewinnen. Darmstadt belegte hier mit 79 von 100 möglichen Punkten den achten Platz.
Die Anforderungen an die im Rahmen des Wettbewerbs präsentierten Bauten sind hart: So darf das zu erstellende Haus nicht mehr als 75 m² Nutzfläche haben und die Gebäudetechnik des "Year 2015 prototype home" muss komplett auf der Sonnenenergie-Nutzung basieren. Es bedarf also genauer Planung, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Dem Raumproblem - 75 m² Nutzfläche sind nicht gerade viel für ein Eigenheim - begegnet man mit einem innovativen Raumkonzept. Alle Möbel sind in einer Bodenplattform integriert und lassen sich bei Bedarf vollständig verstauen. So kann man mit wenig Aufwand viel Platz schaffen. Im Inneren des offenen Wohnraums nimmt ein kleiner Kern die Funktion
sräume und die vertikale Haustechnik auf. Dieser Kern ist auf ein Mindestmaß reduziert. Aber auch er kann bei Bedarf vergrößert werden, sodass Küche und Bad dann ausreichend Platz auch für Gäste bieten. Bei der Wahl der Materialien stehen nachwachsende, naturnahe und recycelbare Baustoffe im Vordergrund.
Die Photovoltaik und die Solarthermie wurden in die Gebäudehülle integriert. Ein ausreichender Energiegewinn, auch bei flacher Auslegung der Solar-Kollektoren, wurde in Simulationen berechnet und bestätigt. Im Bereich der Veranda werden die Photovoltaikelemente gleichzeitig als Sonnenschutz genutzt.
Acht weitere Wettbewerbe verbleiben, bis der endgültige Sieger des „Solar Decathlon“ feststeht. Das Team aus Darmstadt hat noch alle Chancen, sich wieder an die Spitze zu arbeiten. Doch selbst, wenn es mit dieser Trophäe nicht klappen sollte, in der wichtigsten Disziplin, wie das amerikanische Umweltministerium den Architektur-Wettbewerb nennt, haben die jungen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die Nase vorn gehabt. Und ein wenig gilt auch hier das olympische Motto: Dabei sein ist alles!
Autor: Jürgen Brück
Bild: Solar Decathlon
 J_Brueck
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