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Thema Wasserstoff vom 20.09.2007 @ 13:23:10 CEST


Neuer Wasserstoffverflüssiger in Leuna


In Osten der Republik entsteht derzeit eine der größten Gaszentren der Welt. Die Linde AG hat Anfang September 2007 an ihrem Standort in Leuna zwei neue Anlagen in Betrieb genommen. Bei der einen Anlage handelt es sich um einen Wasserstoffverflüssiger mit einer Kapazität von 3.000 Litern pro Stunde. Linde unterstreicht durch den Bau dieser Anlage seine Ambitionen, auf dem deutschen Markt weiterhin die Nummer 1 im Wasserstoffgeschäft bleiben zu wollen...

Bei den in Betrieb genommenen Systemen handelt es sich um eine Luftzerlegungsmaschine zur Produktion von Sauerstoff und einen weiteren Wasserstoffverflüssiger. Nach Angaben des Konzerns war die zunehmende Bedeutung von Wasserstoff als alternativer Kraftstoff ein wichtiger Grund für den Bau dieser Anlagen.

D

er Bau der neuen Anlagen hat aber auch weit reichende politische Auswirkungen und setzt deutliche Signale. Der Wirtschaftsminister des östlichen Bundeslandes Reiner Haseloff (CDU) erklärte: „Durch die Investition von Linde profiliert sich Sachsen-Anhalt weiter als der ostdeutsche Chemiestandort." Lindes Wurzeln reichen in Leuna zurück bis in die Vorkriegszeit. Seit 1916 verfügt das Unternehmen über einen Standort in Leuna. Anfang der 1990er Jahre zählten die Wiesbadener dann zu den ersten Unternehmen, die sich wieder in Leuna ansiedelten. Seit 1991 investierte das Unternehmen dort mehr als 400 Mio. Euro in ihre Produktionsanlagen. Derzeit arbeiten dort insgesamt rund 9.000 Menschen in der Gasbranche, 400 Frauen und Männer bei Linde, die unter anderem für die Belieferung der Chemieanlagen in Bitterfeld mit technischen Gasen (Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff) verantwortlich sind.

Luftzerleger kühlen die Luft auf bis zu minus 200 °C und teilen sie in ihre Bestandteile auf. Der Luftzerleger produziert 33 000 Kubikmeter Sauerstoff pro Stunde, wovon der größte Teil der Versorgung der örtlichen Raffinerie dient.

Autor: Sven Geitmann, Foto: Linde

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