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 | Thema Photovoltaik (Solarstrom) vom 11.09.2007 @ 08:29:50 CEST
Superzelle aus Frankfurt/Oder
Auch wenn aus der Branche langsam Signale kommen, dass ein Ende der Versorgungsprobleme mit Silizium abzusehen ist, wird weiterhin mit Hochdruck an Alternativen gearbeitet. Die Odersun AG aus Frankfurt/Oder hat hier nur ein neues Konzept vorgelegt: die Dünnschicht- Solar-Superzelle.
Die Grundlage für diese neueste Generation der Dünnschicht-Zellen bildet ein 1 cm breites, jedoch 2,7 km langes Kupferband. Auf dieses Band werden Indium und Schwefel in dünnen Schichten aufgedampft. Auf diese Weise entsteht der in der Dünnschicht-Technologie weit verbreiteter Halbleiter CIS (Kupfer-Indium-Disulfid). Man kann nun dieses 2,7 Kilometer
lange Band in beliebig lange Streifen schneiden. In einem weiteren Schritt werden diese Solarzellen-Streifen dann mit leitfähigem Kleber leicht überlappend zu den sogenannten „Superzellen“ zusammengefügt. Die Länge der einzelnen Bände bestimmt hierbei den Strom. Über die Anzahl der miteinander verschalteten Streifen wird die Spannung definiert.
"Mit den Superzellen ist Odersun in der Lage eine kostengünstige Alternative zu Siliziumwafern anzubieten, damit das Wachstum der Photovoltaikbranche nachhaltig zu unterstützen und gleichzeitig bereits vorhandenes Know-How der Modulhersteller zu nutzen", sagt Ramin Lavae Mokhtari, kaufmännischer Vorstand bei Odersun. Nun befinde man sich auf der Suche nach starken Partnerschaften.
Um das neue Produktionsverfahren anzuwenden, seien bei den schon existierenden Produktionsstätten nur geringe Anpassungen nötig. Dann könne man mit den gleichen Maschinen arbeiten, die bisher noch Strings aus Wafern bewegten. Somit dürfte das Verfahren auch für weitere Unternehmen aus der Branche, die sich nach einer Alternative zum Silizium umsehen, von großem Interesse sein.
Autor: Jürgen Brück
Bild: Odersun AG
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Photovoltaik (Solarstrom)
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