 | Thema Heiztechnik & Heizungstechnik vom 11.04.2007 @ 13:42:10 CEST
Anzeige Unentdecktes Einsparpotential durch den hydraulischen Abgleich
Drei Viertel des Energieverbrauchs privater Haushalte entfallen auf die Heizung. Am Gesamtenergieverbrauch in Deutschland hat die in den privaten Haushalten für Heizzwecke und Warmwasserbereitung verbrauchte Energie einen Anteil von ca. einem Drittel.
Hier schlummert ein gewaltiges Einsparpotenzial, denn nach Angaben des ZVSHK sind bis zu 4 Millionen Heizungsanlagen technisch veraltet und aufgrund viel zu hoher Energieverbräuche und der daraus resultierenden Umweltbelastung sanierungsreif. Jahr für Jahr kommen 300000 Heizungen hinzu, die die Altersgrenze von 25 Jahren überschreiten.
Seit im Februar 2002 die Energieeinspar-verordnung, kurz EnEV, in Kraft trat, ist das Niedrigenergiehaus (NEH) Vorschrift. Gebäude auf dem Stand der WSchV 1995, Niedrigenergiehäuser oder sogar Passivenergiehäuser, bilden, von unsachgemäßer Ausführung einmal abgesehen, eine gute Ausgangsbasis für einen deutlich reduzierten Energieverbrauch.
Eingesparte Energie entlastet die Umwelt und den eigenen Geldbeutel !
Aber so „positiv“ für die Umwelt und den Geldbeutel dies auch ist, die eigentliche Herausforderung wartet bei den Millionen von Altbauten. Über 90% aller Wohn- und Nutzflächen entfallen auf Gebäude, die noch vor dem Inkrafttreten der WSCHVO 1995 errichtet worden sind. Und gerade diese Gebäude benötigen über 95% der Energie, die für die Deckung des (Heiz)Energiebedarfs notwendig ist.
So weit, so gut. Aber was hat das mit dem hydraulischen Abgleich zu tun ?
Sehr viel, denn die Reduzierung des Heizwärmebedarfs durch z.B. optimierte Wärmedämmung, Wärmeschutzverglasung und Winddichtigkeit ist nur ein Teil der energetischen Betrachtung.
Denn veränderte Randbedingungen (z.B. ein reduzierter Wärmebedarf) beeinflussen direkt die Anlagentechnik und müssen unbedingt den neuen Verhältnissen angepasst werden. Werden dann versprochene Energieeinsparungen nicht erfüllt, ist die Enttäuschung groß.
Aber auch bei Bestandsanlagen ohne bauphysikalische Verbesserungen bietet der hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen ein großes, schon jetzt verfügbares Einsparpotenzial, was nicht nur theoretisch nachweisbar, sondern auch in Feldversuchen aufgezeigt und dokumentiert wurde. Und vor allem: Es ist kostengünstig.
Jetzt muss gehandelt werden !
Neue Technologien sowie der Einsatz regenerativer Energien sind mehr als sinnvoll. Der Einsatz von Windkraft und Solarenergie als auch von Biomasse und die Geothermie müssen gefördert werden. Nur das alles braucht Zeit um einen spürbaren Erfolg in Sachen Klimaschutz zu erzielen.
Die Optimierung der Anlagentechnik ist aber jetzt – sofort – umsetzbar. Alle notwendigen Komponenten wie voreinstellbare Thermostatventile, Differenzdruckregler oder Hocheffizienzpumpen sind verfügbar.
Der hydraulischen Abgleich muss nur durchgeführt werden.
Studien beweisen, dass Einsparpotentiale von 15% und mehr mit minimalem Aufwand erzielt werden können. „Mehr“ als 15 % auch deshalb, weil jeder Komponententausch (z.B. der Wärmeerzeuger) zwingend eine Anpassung der Anlagenhydraulik erfordert um den höchsten Anlagennutzungsgrad zu erzielen.
Und der hydraulische Abgleich ist kostengünstig ! Nur durch die reine Dienstleistung (Berechnung und Einstellung der Komponenten) sind deutliche Einsparungen möglich.
Lösungsansätze, Anlagenbeispiele und vor allem das wichtige Systemdenken sind die Schwerpunkte der Internetseite
http://www.hydraulischer-abgleich.de
die dem Fachmann einen tieferen Einblick in die Thematik aufzeigen soll.
Bernd Scheithauer
 Webmaster_HA
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