Thema Brennstoffzellen vom 15.03.2007 @ 06:21:36 CET
enertec: Sonderschau Brennstoffzelle noch nicht etabliert
In Leipzig hat während der enertec 2007 zum zweiten Mal die Sonderschau Brennstoffzelle stattgefunden. Auf dem Gemeinschaftsstand, der wieder von der Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. (FEE) organisiert wurden, stellten vom 5. bis 8. März sechs Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen vor. 2005 waren es neun gewesen. Ob es 2009 wieder eine derartige Sonderschau geben wird, ist bisher ungewiss…
Die FLEXIVA® automation & Robotik GmbH zeigte gleich drei marktfähige Produkte. Im Mittelpunkt stand ein BZ-System, das für die Überwachung, Messung und Übertragung von Umweltdaten als Back-up für Solarmodule entwickelt wurde (s. Abb. 1). Das ZEMIS® LG45T2 liefert maximal 40 Watt (Preis: 3500 EUR). Um eine entsprechende Leistung aus Sonnenenergie generieren zu können, wären nach Aussage von Vertriebs-Chef Rainer Lochschmidt 15 m2 PV-Fläche notwendig. Besonders stolz ist Flexiva auf den weiten Einsatzbereich des Outdoor-Systems. Der PEM-Brennstoffzellen-Stack kommt von Schunk und nutzt die innere Abwärme, um sich selbst zu wärmen. Dadurch ist ein Betrieb bei Temperaturen bis -25 °C möglich.
Zudem verfügen die Sachsen über ein BZ-Ladegerät für die netzferne Stromversorgung bei kleiner Leistung sowie ein modulares Gleichstrom-Wandlersystem zur Verwendung in Brennstoffzellenanlagen mit bis zu 10 kW.
Das Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik von der TU Bergakademie Freiberg informierte mit einer Posterpräsentation über ihre dritte, optimierte Generation einer PEM-BZ-Anlage. Der Prototyp der inhouse 5000, wie er erstmalig während der Hannover Messe 2007 zu sehen sein wird, verfügt mit 5 kWel über mehr Leistung (zuvor 4 kW) bei kleinerer Bauweise. Ein Feldtest mit diesem System soll im September dieses Jahres starten. Zunächst soll dabei an der Niedertemperatur-PEM festgehalten werden, parallel laufen aber bereits Entwicklungsarbeiten an der Hochtemperatur-PEM-Brennstoffzelle.
Besonders beliebt bei den regionalen TV-Teams war das Elektro-Mobil Mink, das von der Wassers
tofftechnologie-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V. (WTI) vorgestellt wurde. Seinen Strom erhält dieses Fahrzeug zwar aus einer Fahrbatterie, aber durch den zusätzlichen Einbau eines Nexa-Moduls (Ballard: 1,2 kW) konnte die Reichweite um 50 % auf 120 km vergrößert werden. Gedacht sei solch ein Mobil nach Aussage von WTI-Geschäftsführer Dr.-Ing. Gerhard Buttkewitz beispielsweise für Naturparks.
Die Eismann und Stöbe GbR aus Leipzig zeigte parallel dazu auf der TerraTec ein tragbares H2-Versorgungssystem, das speziell für die Bereitstellung von Wasserstoff für FID-Analysatoren konzipiert wurde. Als Speichermodul dient eine Metallhydridkartusche, die über ein Heizelement erwärmt werden kann, um somit Wasserstoff abgeben zu können. Große, schwere Druckgasflaschen, die über ein viel zu hohes Druckniveau verfügen, sind damit überflüssig, da ohnehin nur minimale Mengen benötigt werden. Das selbst entwickelte Gerät kann den Wasserstoff mit individuell wählbarem Ausgangsdruck zur Verfügung stellen. Der Speicherinhalt reicht je nach Wasserstoffbedarf im Durchschnitt für ein bis zwei FID-Messtage (14 Std. bei 20 ml/min mit 1,5 bar).
Autor: Sven Geitmann
 Redaktion
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