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 | Thema Geothermie/ Wärmepumpen vom 13.03.2007 @ 09:42:10 CET
Geothermie legt 2006 kräftig zu
Das erste Quartal dieses Jahres liegt nun fast hinter uns, so langsam nehmen die Bilanzen für das Jahr 2006 verlässliche Formen an. So legte der Bundesverband Geothermie (GtV-BV) nun die Zahlen für die Erdwärmenutzung im letzten Jahr vor und zeigte sich dabei mehr als nur zufrieden. Mit den Leistungen der Politik auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes ist man sich indes weniger glücklich.
Bislang war man in den Schätzungen von einer Verdopplung der Aufstellungszahlen ausgegangen. In konkreten Zahlen heißt das, der Verband schätzte die Zahl der neuen Anlagen auf ca. 24.000. Nun hat aber die aktuelle Erhebung ergeben, dass es einen Zuwachs von rund 28.600 neuen Systemen gegen hat, die die Erde als Wärmequelle nutzen. Das entspricht einer Steigerung von 115% gegenüber dem Vorjahr.
Die Präsidentin des GtV-BV, Simone Probst zeigte sich entsprechend zufrieden und betonte angesichts dieser Entwicklung, die Geothermie habe das Potenzial zu Deutschlands wichtigster Wärmequelle zu werden. „Oberflächennahe Erdwärmesysteme lassen sich fast überall einsetzen,“ so Probst. Korrekt ausgelegt und installiert, verfüge man über eine Wärmequelle, die in Kombination mit der Wärmepumpe, die Versorgung mit Heizenergie und Warmwasser dauerhaft und vollständig übernehmen könne.
Aber auch ohne Wärmepumpe lässt sich die Erdwärme – z
umindest im Sommer – gut nutzen. Dann lassen sich die Temperaturen im Boden nämlich nutzen, um Gebäude zu kühlen. Klimakälte, wie man diese Form der Kühlung nennt, kann man dabei über Erdwärmesonden, Energiepfähle, Grundwasserbrunnen usw. direkt aus dem Boden in ein Gebäude leiten. Es wird in solchen Systemen lediglich die in der Anlage kreisende Wärmeträgerflüssigkeit genutzt bzw. mit Pumpen in den Gebäuden umgewälzt. Der Energieaufwand beschränkt sich also auf den Stromverbrauch eben dieser Pumpen. Mit 1 kWh elektrischer Energie können so bis zu 100 kWh thermischer Energie bereitgestellt werden.
Aber Simone Probst sieht nicht nur Grund zur Freude. Mit den Ergebnissen des EU-Klimagipfels zeigt sie sich weniger zufrieden: „Die verabschiedeten Ziele reichen nicht aus, um aus der Klimafalle zu entkommen. Bis 2020 muss der Ausstoß von C02 um mindestens ein Drittel gesenkt werden. Dem Wärmemarkt kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Wir brauchen hier klare Zielvorgaben für eine klare Struktur mit Vorrang für die erneuerbaren Energien. Es ist höchste Zeit für die Weichenstellung in Richtung Wärmegesetz.“
Autor: Jürgen Brück
Bild: Brigitte Hiss, BMU
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Geothermie/ Wärmepumpen
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