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Gericht schützt Autogas-Fahrer

Thema: Erdgas, Flüssiggas | 22.01.2007 | Aufrufe: 5580 | Bewertung: (7 Bewertungen)

Autofahrer müssen sich auf das Fachwissen von Spezialwerkstätten verlassen können. Autowerkstätten hingegen sind verpflichtet, den Kunden über etwaige Risiken bei einer Umrüstung auf Flüssiggas aufzuklären. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt verurteilte eine Fachwerkstatt in einem Präzedenzfall, bei dem es zu einem Motorschaden nach der Umrüstung gekommen war, zur Schadensersatzzahlung…

Wie dpa meldete, muss eine Autowerkstatt sicherstellen, dass der jeweils umzurüstende Wagen tatsächlich für den Gasbetrieb geeignet ist. Im verhandelten Fall hatte ein Autofahrer eine Spezialwerkstatt, die eine Autogasanlage in sein Fahrzeug eingebaut hatte, auf Schadensersatz verklagt. Nach 14.000 Kilometern stellte der Mann bei einem Inspektionstermin fest, dass drei von vier Zylindern keine Kompression mehr hatten. Die Ventilsitzringe waren für Autogas nicht ausreichend hitzebeständig gewesen, wodurch der Motor beschädigt wurde.

Das Gericht gelangte nach Angaben des Anwaltsuchservice in Berlin (Az.: 8 U 211/05) in seinem Urteilsspruch zu der Ansicht, dass man von einer Spezialwerkstatt für Autogasumrüstung verlangen könne, dass sie Kunden informiert, wenn ihr Fahrzeug nicht für Autogas geeignet ist. Es müsse vielmehr über generelle Risiken im Zusammenhang mit der Umrüstung aufgeklärt werden.

Die Werkstatt wurde verurteilt, dem Kunden Umrüstkosten in Höhe von 2.520 Euro zurückzuerstatten und zudem 12.000 Euro Schadensersatz zu zahlen.

Quelle: dpa

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