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 | Thema Wasserstoff vom 02.01.2007 @ 17:23:53 CET
Hyvolution als biologische Revolution
„Die Aufgabe bei Hyvolution lautet, einen Prozess zu entwickeln, der es erlaubt, auf biologischem Weg mit niedrigen Temperaturen reinen Wasserstoff aus Biomasse herzustellen.“ So schön einfach kann der Wissenschaftler Walter Wukovits von der TU Wien die schwierigen Sachverhalte erklären, die im Rahmen des von der EU geförderten Projektes erforscht werden sollen...
Bei Hyvolution geht es um Fermentation, ein Verfahren, bei dem Mikroorganismen biogene Materialien umwandeln. Verantwortlich dafür sind so genannte thermophile Bakterien, die bei Temperaturen von 70 bis 80 °C aus zucker-, stärke- oder zellulosehältigen Rohstoffen Wasserstoff erzeugen können. Wukovits
, der als Projektassistent am Wiener Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und technische Biowissenschaften tätig ist, erklärt: „Derzeit untersucht man in den Labors beispielsweise zellulosehaltige Komponenten wie Holz, Stroh oder Gras. Mit der richtigen Aufschlussmethode werden daraus im ersten Fermentationsschritt Wasserstoff, CO2 und organische Säuren gebildet."
Noch besser wäre es hingegen, wenn biologische Abfallstoffe verwendet werden könnten. Im Zuge des Vorhabens soll deswegen untersucht werden, ob man Wasserstoff aus biogenen Reststoffen der Lebensmittelindustrie (Obstschalen, Gemüsereste) produzieren kann. Walter Wukovits arbeitet daher zunächst mit Partnern aus Schweden und Polen gemeinsam an der Prozesssimulation. Mit Hilfe von Computermodellen fügt das Forscherteam die verschiedenen Arbeitsschritte zusammen, damit dann möglichst bald eine Pilotanlage entstehen kann. Auf diese Weise soll es gelingen, Wasserstoff zu produzieren, der ähnlich teuer ist wie heutiger Treibstoff.
Mit beteiligt an diesem auf fünf Jahre angelegten Vorhaben sind insgesamt elf EU-Staaten plus die Türkei und Russland.
Autor: Sven Geitmann
 Redaktion
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