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 | Thema Wasserstoff vom 15.12.2006 @ 10:59:43 CET
H2argemuc feiert Jubiläum und Projektabschluss
Vor rund zehn Jahren wurde H2argemuc gegründet. Der Mittelpunkt dieses internationalen Wasserstoffprojekts am Flughafen München war die weltweit erste öffentliche H2-Tankstelle. Jetzt können die Verantwortlichen zeitgleich Geburtstag und ihren Projektabschluss feiern...
„Die H2argemuc war Vorreiter für viele nachfolgende Projekte, daher sind wir mit dem Verlauf und den Ergebnissen des zehn Jahre andauernden Demonstrationsprojekts sehr zufrieden“, resümmiert Rainer Hörl, der Vorsitzende des aus zwölf Partnern bestehenden Zusammenschlusses. Das Interesse am Projekt war bei Fachleuten wie Laien gleichermaßen hoch: 15.000 Gäste besuchten die H2argemuc, die Pkw und Vorfeld-Busse legten über 500.000 Kilometer ohne Zwischenfall auf dem Flughafengelände zurück. Bei den rund 8.000 Betankungsvorgängen wurden insgesamt 115.000 Kilogramm Wasserstoff umgeschlagen.
„Wir haben belegt, dass die Wasserstofftechnologie Einsatzreife besitzt und Wasserstoff als Kraftstoff machbar sowie möglich ist“, freut sich Hörl. Angefangen hatte alles am 1. Januar 1997. Zunächst folgte allerdings eine zweijährige Planungs- und Bauphase bevor dann in vier Phasen insgesamt acht Jahre lang unterschiedl
iche Techniken der Erzeugung und Anwendung von Wasserstoff erprobt werden konnten. Der Leistungskatalog reichte vom täglichen, operativen Geschäft mit der gasförmigen und flüssigen H2-Betankung von Bussen und Pkw über verschiedene Erzeugungsformen wie Steamreformer sowie Elektrolyse bis hin zur Robot-Tankstelle. Neben Bussen mit Brennstoffzellentechnik und Verbrennungsmotor wurden auch Gabelstapler mit Brennstoffzelle erprobt. Seit August 2005 kamen die Wasserstoff-Busse im Linienbetrieb des ÖPNV (MVV) zum Einsatz.
Das Resümee fällt positiv aus. Die Aufgabe, eine ganzheitliche Sicherheitstechnik zu entwickeln und umzusetzen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu analysieren und die breite Öffentlichkeit für das Thema zu gewinnen, ist erfüllt worden. Und das ambitionierte Ziel, die Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit von Wasserstoff nachzuweisen, wurde erreicht.
Unterstützt wurde das Vorhaben vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun in andere Wasserstoffprojekte im Rahmen neuer Partnerkonstellationen überführt.
Autor: Sven Geitmann, Foto: BMW
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