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Sie sind hier: Start > News & Wissen > Photovoltaik: Größte europäische Dünnschicht-Photovoltaikproduktion in Offenbach : zurück

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Thema Photovoltaik (Solarstrom) vom 07.12.2006 @ 08:19:49 CET


Größte europäische Dünnschicht-Photovoltaikproduktion in Offenbach


Die in Hessen ansässige API GmbH plant, in Offenbach die größte europäische Dünnschicht-Photovoltaikproduktion Europas zu bauen. Sie erteilte dem schweizer Technologieunternehmen Oerlikon nun den Auftrag für eine schlüsselfertige Solarzellenfabrik mit einer jährlichen Produktionskapazität von 160 Megawatt.

Die Anlage soll acht Beschichtungsanlagen vom Typ "Kai 1200", 16 TCO-Systeme (Transparent Conductive Oxid) und 40 Laser-Schneidesysteme umfassen. Darüber hinaus liefert das schweizer Unternehmen auch die weiteren für die Dünnschicht-Produktion erforderlichen Komponenten. Die notwendigen Investitionen in der Höhe von rund 200 Millionen Euro schultert API mit Unterstützung einer Gruppe saudiarabischer Investoren, die mit dieser ersten Anlage in den Zukunftsmarkt Dünnschicht-Solar einsteigen will.

Ekram Saleh, Geschäftsführer der Firma API, erklärt, warum das Schweizer Unternehmen

den Zuschlag für dieses Großprojekt bekommen hat: „Wir haben uns eine große Auswahl von Solartechnologien sehr genau angesehen und die Entscheidung für das Verfahren der Firma Oerlikon war ganz eindeutig. "Dünnschicht-Verfahren, wie sie das Schweizer Unternehmen einsetzt, arbeiten mit so genannten amorphem Silizium. Das bedeutet, dass die einzelnen Silizium-Atome in diesem Material unregelmäßig angeordnet sind. Diese spezielle Anordnung bewirkt ein höheres Absorptionsvermögen des Materials. Dadurch ist es möglich, wesentlich dünnere Schichten herzustellen, man benötige ungefähr 200 Mal weniger Material für Dünnschchicht-Zellen, als für herkömmlich Elemente. Darüber hinaus lassen sich großflächige Solarmodule durch simples Aufdampfen in völlig automatisierten Prozessen herstellen.

Dies und 40% niedrigere Energiekosten für die Produktion ermöglichen es natürlich auch, die fertigen Module später günstiger am Markt anzubieten. „Auf Grundlage dieser Technologie kann die Solarenergie auf lange Sicht zu einer kosteneffektiven Alternative zu fossilen Energiequellen oder zur Kernenergie werden," prognostizierte Saleh.

Autor: Jürgen Brück
Bild: Oerlikon

J_Brueck













     
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