 | Thema Umwelt/ Energiesparen vom 10.06.2003 @ 10:27:28 CEST
Anzeige 10.06.2003 Förderung wird ab 2004 auf Forschung und Entwicklung im Mittelstand k
Erneuerbare Energien
'Niedersachsen
wird ab 2004 die Fördermittel auf anwendungsnahe Forschung und Entwicklung
in mittelständischen Unternehmen konzentrieren', erläuterte Umweltminister
Sander heute (Donnerstag) ...
Erneuerbare Energien
'Niedersachsen
wird ab 2004 die Fördermittel auf anwendungsnahe Forschung und Entwicklung
in mittelständischen Unternehmen konzentrieren', erläuterte Umweltminister
Sander heute (Donnerstag) vor Journalisten. 'Nicht mehr der Bau von Fotovoltaik-Anlagen
wird also künftig gefördert, sondern ihre technische Weiterentwicklung.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist uns - neben der Energieeinsparung
und die Steigerung der Energieeffizienz - ein wichtiges Anliegen. Wir werden
die Nutzung der erneuerbaren Energien konsequent ausbauen, die Fördermittel
aber gezielter einsetzen. Ebenso muss die Wirtschaftlichkeit der Anlagen, die
technische Entwicklung und der Schutz von Natur, Landschaft und der Anwohner
mehr als bisher beachtet werden.
Die Förderrichtlinien des Landes laufen planmäßig Ende 2003
aus, in diesem Jahr stehen rund 13,5 Millionen Euro zum Ausbau der erneuerbaren
Energien zur Verfügung. Diese Tatsache nutzen wir, um die gesamte Förderpolitik
auf den Prüfstand zu stellen, gutachterliche Vorschläge werden zurzeit
ausgewertet. In Kürze entscheiden wir dann über die Schwerpunkte der
zukünftigen Förderung. In den Jahren 2004, 2005 und 2006 werden jeweils
rund 7,5 Millionen Euro Haushaltsmittel hierfür bereitgestellt.
Klar ist: Doppelförderungen wird es in Zukunft nicht mehr geben. Vorhaben,
die auch in den Genuss von Bundesmitteln kommen, werden künftig nicht mehr
mit Landesmitteln unterstützt. Und klar ist auch: Die Förderung neuer
Technologien darf nicht mehr auf Dauersubventionierung sein.
Besonderes Augenmerk werden wir künftig auf die Weiterentwicklung von
Zukunftstechnologien legen. Anknüpfen werden wir dabei unter anderem an
die erfolgreichen Arbeiten des Instituts für Solarenergie in Emmerthal.
Übereilte Entscheidungen werden wir aber nicht treffen, das vertragen
die sensiblen Märkte für die erneuerbaren Energien nicht. Abschreckendes
Beispiel für mich ist der Bund, der in der Vergangenheit in kurzen Abständen
seine Förderbedingungen mehrmals änderte und so starke Schwankungen
auf den Märkten hervorrief.
Wir wollen eine technologieoffene Energiepolitik, in der alle Energieträger
im Interesse der Umwelt, der Sicherheit der Energieversorgung und der Wettbewerbsfähigkeit
der Wirtschaft ihren Platz haben. Im Rahmen eines solchen Energiemixes sollen
die erneuerbaren Energien (Wind-, Solar-, Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft)
steigende Beiträge zur Bereitstellung von Nutzenergie erbringen und somit
zum Klima- und Ressourcenschutz leisten.
Die erneuerbaren Energien zählen zu den Zukunftstechnologien, weil sie
auch in einer zukünftigen, stärker ökologisch und dezentral ausgerichteten
Energiewirtschaft eine wichtige Rolle spielen werden. Aufgrund der deutschen
Vorreiterrolle sind sie eine große Chance auch für den Wirtschaftsstandort
Niedersachsen.'
Petra Barth
Quelle:
 sanitaerbund
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