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 | Thema Umwelt/ Energiesparen vom 01.10.2002 @ 12:08:30 CEST
Anzeige 27.09.2002 Koalitionsverhandlungen - ADAC: Hände weg von der Ökosteuer
Forderungen an die neue Bundesregierung
Zusätzliche Erhöhungen der Ökosteuer dürfen
nach einer Forderung des ADAC kein Gegenstand von Koalitions-Verhandlungen der
neuen Bundesregierung sein. 'Bundeskanzler ...
Forderungen an die neue Bundesregierung
Zusätzliche Erhöhungen der Ökosteuer dürfen
nach einer Forderung des ADAC kein Gegenstand von Koalitions-Verhandlungen der
neuen Bundesregierung sein. 'Bundeskanzler Schröder hat uns ausdrücklich
versichert', so ADAC Präsident Peter Meyer, 'dass es über 2003 hinaus
keine weitere Anhebung der Ökosteuer geben wird. Damit steht er gegenüber
den deutschen Autofahrern im Wort.' Nach vier Stufen der Ökosteuer ist
derzeit der Liter Benzin mit 77 Cent Steuern belastet, das sind fast drei Viertel
des Gesamtpreises. Deswegen fordert der Automobilclub, die Ökosteuer sofort
auszusetzen.
Darüber hinaus gibt es auf dem Gebiet der Verkehrspolitik
aber eine Reihe weiterer Probleme, die von der neuen Bundesregierung dringend
angegangen werden müssen.
Neuen Bundesverkehrswegeplan vorlegen. Bis zum Jahr 2015 wird allein der
Lkw-Verkehr um über 60 Prozent zunehmen. Deswegen müssen nach Berechnungen
des ADAC mindestens 2800 Kilometer Autobahnen auf sechs oder acht Fahrstreifen
ausgebaut werden. 2400 Kilometer Lückenschlüsse und Ergänzungen
des vorhandenen Netzes sind erforderlich, insbesondere zur Entlastung der
Ballungsz
entren.
Mehr Geld für Erhalt und Ausbau des Straßennetzes zur Verfügung
stellen. Jährlich sind für den Erhalt und Ausbau des vorhandenen
Netzes mindestens 2,5 Mrd. Euro zusätzlich nötig. Das Geld ist auch
vorhanden, denn derzeit bezahlen die Straßenbenutzer über Kfz-
und Mineralölsteuer jährlich rund 50 Mrd. Euro in die Staatskasse.
Davon werden aber lediglich 16 Mrd. Euro für den Bau und Unterhalt der
Straßen ausgegeben.
Lkw-Maut für Verkehrswege verwenden. Die ab nächstem Jahr erhobene
Lkw-Maut sollte vordringlich für die Finanzierung der Stra-ßeninfrastruktur
verwendet werden.
Schließlich sollte nach Ansicht des ADAC auch für die neue Bundesregie-rung
das Thema Autobahngebühren für Pkw tabu sein. Das derzeitige Netz
ist bereits voll bezahlt und die ausländischen Verkehrsteilnehmer werden
über die Mineralölsteuer beziehungsweise die geplante Lkw-Maut in
ausreichendem Maß an der Finanzierung beteiligt.
Der ADAC im Internet: www.adac.de
Quelle:
 sanitaerbund
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