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Thema Wasserstoff vom 03.10.2006 @ 04:06:06 CEST


Einzigartige Kooperation für eine europäische Wasserstoffinfrastruktur


Es wurde seit langem gefordert und wird nun realisiert: Autokonzerne und Energieunternehmen schließen sich zusammen, um gemeinsam ein Versorgungsnetz für Wasserstoff in Europa zu installieren. Am 29. September erfolgte in Brüssel der Startschuss zu dieser einzigartigen Kooperation.

Insgesamt acht führende Unternehmen aus der Auto- sowie der Mineralöl-Branche erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, sie hätten „die gemeinsame Absicht, Wasserstoff als Energieträger für den Verkehr in Europa voranzubringen.“ Zu den Unterzeichnern zählen die Energieunternehmen Shell Hydrogen B.V. und Total France sowie die Automobilhersteller BMW Group, DaimlerChrysler AG, Ford Motor Company, General Motors Europe AG, MAN Nutzfahrzeuge AG und Volkswagen AG.

Die Gruppe versteht ihr jetziges Vorhaben als Ergänzung zu dem nationalen Innovationsprogramm, bei dem über so genannte Leuchtt

urmprojekte Aspekte der Wasserstofferzeugung, der Verteilung und Verwendung angegangen werden sollen. In ihrem gemeinsamen Positionspapier verständigt sie sich auf einen kurz- und mittelfristigen Aktionsplan, der noch etwas weiter gehen und den Weg für die Einführung einer wasserstoffbasierten Mobilität in Europa ebnen soll. Die Firmen zeigen sich überzeugt, dass der gemeinsame Ansatz von Energie- und Automobilunternehmen ein ausgezeichnetes Mittel ist, die Lücke zwischen den derzeitigen individuellen Demonstrationsaktivitäten und zukünftigen serienreifen Wasserstoff-Fahrzeugen einschließlich des Aufbaus einer entsprechenden Infrastruktur zu schließen.

Im Zeitplan wurden gemeinsame Meilensteine über einen Zeitraum von 10 Jahren festgelegt. Darin berücksichtig sind die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie sowie Kostenreduzierung, vorkommerzielle Technologieoptimierung und Marktvorbereitung. Erste Leuchtturmprojekte sollen unter anderem in Berlin mit Pkw und Bussen durchgeführt werden. Eine potentielle Markteinführung wasserstoffbetriebener Fahrzeuge ist ungefähr für das Jahr 2015 anvisiert.

Autor: Sven Geitmann, Foto: DaimlerChrysler

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