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 | Thema Windenergie vom 05.07.2006 @ 19:18:04 CEST
„Hochsee Windpark Nordsee“ genehmigt
Die Eos Offshore AG, ein Gemeinschaftsunternehmen von innoVent (Varel) und WPD (Bremen) erhielt am 5.7. die Genehmigung für den Offshore-Windpark „Hochsee Windpark Nordsee". Damit machte das Hamburger Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) den Weg für die Realisierung des Projektes frei.
Vorangegangen war ein langjähriges Verfahren (ursprünglich sollte der Windpark bereits im kommenden Jahr Energie liefern), indem es insbesondere um die Belange der Meeresumwelt und der Schiffssicherheit ging. Zudem musste das geplante Projekt auf seine Umweltverträglichkeit geprüft werden. Für dieses so genannte Umweltmonitoring wurden allein mehr als 100 Untersuchungsfahrten in das Planungsgebiet durchgeführt.
Der Windpark Nord ersehnt soll zirka 90 km nördlich vom Borkum entstehen. Dort will die Eos Offshore AG 80 Windenergieanlagen in einer Wassertiefe von 39 m installieren. Diese 80 Anlagen der 5MW-Klasse sollen dann eine Gesamtleistung von 400 MW bringen. Die jährlich geschätzte Strommenge entspricht somit dem Verbrauch von ca. 400.000 Haushalten.
Der Standort des Windparks wurde bewusst so weit von der Küste entfernt gewählt, um die Auswirkungen auf Schiffssicherheit und Vogelzug so gering wie möglich zu halten. Auch das Bundesamt für Naturschutz kam bereits im Jahr 2002 bezüglich des Standortes zu der Einschätzung: "…Dem BfN liegen derzeit keine Daten vor, die auf eine herausragende ökologische Bedeutung dieser Gebiete hinweisen. Der Standort ist aus naturschutzfachlicher Sicht nach heutiger Kenntnislage grundsätzlich für die Errichtung von Offshore-WKA geeignet …"
Neben der Genehmigung durch das BSH war auch die Prüfung durch 55 Träger der öffentlichen Hand (Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, Bundesforschungsanstalt für Fischerei, Bundesamt für Naturschutz, Deutsche Telekom etc.) nötig, um festzustellen, ob spezifische Belange der Behörde betroffen sind. Auch von dieser Seite wurde mittlerweile grünes Licht gegeben.
Damit sind aber noch nicht alle genehmigungsrechtlichen Verfahren abgeschlossen. Bislang fehlt noch die Genehmigung für die Kabeltrasse. Die soll aber, so Christian Schnibbe von der WPD, nun rasch erfolgen. Es erscheine nunmehr realistisch, dass der Windpark im Jahr 2009 ans Netz gehen kann.
Autor: Jürgen Brück
Bild: WBG
 J_Brueck
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