Thema Energiesparendes Bauen vom 28.06.2006 @ 16:28:12 CEST
Mehr Mittel für die Bauforschung
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat seine Forschungsmittel für den Gebäudebereich in dieser Legislaturperiode auf insgesamt 28 Millionen Euro erhöht und damit fast vervierfacht.
Die Aufstockung ist Teil des 6-Milliarden-Euro-Sonderprogramms der Bundesregierung für Forschung und Entwicklung. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die aus eigener Kraft keine Forschung betreiben können, sollen von den Forschungsmitteln profitieren, so Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee.
Startsignal für die eigens ins Leben gerufene Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ war der Bauforschungskongress 2006, der letzte Woche in Bonn stattfand. Gegenstand des Kongresses war die Festsetzung der Eckdaten der zukünftigen Forschung im Gebäudebereich.
Im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ sollen unter anderem Forschungsprojekte zu den Themenkomplexen
· Wertschöpfungskette Bau (Organisationsfragen, Systemführerschaft, Lebenszyklusansatz, Marktransparenz)
· Bauqualität (architektonische, städtebauliche, technische, ökologische, funktionale, wirtschaftliche Qualität)
· Rahmenbedingungen (technische, gesetzliche Regelwerke, europäische Rahmenbedingungen)
· Aktuelle Herausforderungen / neue Märkte (neue Materialien, Adaption neuer Techniken und Verfahren, Sicherheit von Bauwerken, Terrorprävention)
sowohl durch Zuwendungen gefördert als auch beauftragt werd
en.
Für den Bereich „Energieeffizientes Bauen“ besteht Forschungsbedarf unter anderem für die Themen Konstruktionstypologien sowie hocheffiziente, baustellentaugliche Dämmtechniken.
Auch gemeinsame Forschungsprojekte mit der Wirtschaft und mit europäischen Partnern wurden von den Teilnehmern der Kongress-Workshops gefordert.
Wie Ministerialdirektor Michael Halstenberg, Abteilungsleiter des Bereichs Bauwesen im BMVBS in Bonn erläuterte, wird jeder eingehende Forschungsantrag darauf geprüft, ob er sich in den Forschungsrahmen einfügt und genügend Umsetzungsmöglichkeiten bietet.
Nur noch bis zum 15.08.2006 können Forschungsanträge beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (bbr) eingereicht werden. Dabei sind in der Regel 50% Eigenmittel nachzuweisen, mindestens aber 30%. Über die Anträge entscheidet dann bis Mitte September eine Expertenrunde in zwei Sitzungen.
Quellen und weitere Informationen:
Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vom 21. Juni 2006, Nr.: 209/2006
http://www.bine.info/news_top.php/bine_news/400/link=clicked/
http://www.bbr.bund.de
andreamkessler
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