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Ein Schwan mit Solarantrieb

Thema: Photovoltaik | 16.06.2006 | Aufrufe: 4057 | Bewertung: (3 Bewertungen)

Eine Premiere der ganz besonderen Art fand am 14. Juni im Hafen des Yachtclubs Radolfzell statt. Mit der „Swan“ lief hier das erste marktreife Solar-Wanderboot vom Stapel. Künftig können Skipper und Hobbykapitäne also mithilfe der Sonnenenergie geräuschlos über Kanäle und Flüsse schippern.

„Die ‚Swan’ zeichnet sich nicht nur durch ihren abgasfreien und geräuschlosen Antrieb aus. Sie ist zudem ultraleicht und damit auch in der Fertigung energieeffizient“, beschreibt Dr. Fritz Brickwedde, der Generalsekretär der deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Vorteile des neuen Gefährts. Die DBU hat die Entwicklung des Schiffes mit knapp 70.000 Euro gefördert.

Die „Swan" es ist 8,66 Meter lang, 2,49 Meter breit und 2,60 Meter hoch. Sie ermöglicht es bis zu sechs Passagieren ohne Tankstopp zu reisen. Ausgerüstet ist das etwa 2 Tonnen schwere Hausboot mit Toilette, Dusche und Bordküche. Die Energie für den Antrieb liefern 24 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 2160 Wp, die auf dem begehbaren Sonnendeck angebracht sind. Überschüssiger Strom wird dabei in zwei Blei-Gel-Akkus gespeichert. Sie ermöglichen bei bedecktem Himmel für bis zu 15 Stunden die Weiterfahrt. Das Hausboot erreicht eine Reisegeschwindigkeit von knapp vier Knoten, das sind rund 7 Stundenkilometer. Ein auf dem Heck angebrachter Windgenerator sorgt während der Liegezeit zusätzlich für Strom.

Bei der Planung des Rumpfes achteten die Konstrukteure besonders darauf, dass sich das Wanderboot möglichst ohne großen Wasserwiderstand fortbewegen kann. Für den Antrieb wählte man zwei Gleichstrommotoren mit einer Leistungsaufnahme von jeweils nur 8 kW aus, die besonders energiesparend arbeiten.

Das gesamte Boot ist leicht auf einem entsprechenden Anhänger zu transportieren. Es ist zusätzlich darauf ausgelegt, Campingfreunden auch an Land als Unterkunft zu dienen. Darüber hinaus lässt sich der Deckaufbau variabel gestalten. Daher ist es denkbar, Schiffe dieses Typs auch als Kleinfähre, als Laborschiff oder als schwimmende Bildungsstätte einzusetzen. Man wolle mit dem Boot auch zeigen, dass Solarenergie „in vielen Einsatzbereichen nicht nur ökologisch, sondern häufig auch technisch und wirtschaftlich sinnvoll“ sei, betonte Brickwedde bei der Taufe der „Swan“.

Autor: Jürgen Brück
Bild: DBU

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