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Thema Investment & Finanzierung & Förderung vom 28.04.2006 @ 10:59:39 CEST


EU genehmigt Solarfabrik


Aktuelle Finanzen News Die europäische Kommission hat jüngst eine staatliche Beihilfe in der Höhe von 45, 5 Millionen € für die Errichtung einer Anlage zur Herstellung von Solarmodulen genehmigt. Diese Beihilfe soll der Firma FIRST SOLAR Manufacturing GmbH (FSM) zugute kommen: Damit steht dem Bau der Anlage in Frankfurt (Oder) nichts mehr im Wege.

FSM wurde im Jahr 2005 gegründet. Gegründet ist die überwiegend US-amerikanische Gruppe von Unternehmen First Solar Holdings LLC. Das gesamte Investitionsvolumen für die neue Anlage wird sich auf 115 Millionen € belaufen. Für das Land Brandenburg und die Stadt Frankfurt gewinnt diese Investition vor allem durch die Schaffung einer größeren Anzahl neuer Arbeitsplätze an Bedeutung. Man erhofft sich, das ernsthafte Unterbeschäftigungsproblem in der Region abzuschwächen und der Entwicklung des Raums Brandenburg neue Impulse zu geben.

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Genau dies war auch der Grund, warum die europäische Kommission der staatlichen Beihilfe zustimmen konnte. Denn nach Artikel 87 Absatz 3 des EG-Vertrags ist die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung benachteiligter Gebiete in der Europäischen Union auf jeden Fall mit dem gemeinsamen Markt vereinbar. Daher zeigte sich auch Neelie Kroes, das für die Wettbewerbspolitik zuständige Kommissionsmitglied, mit der Entscheidung zufrieden. „Ich freue mich, die Beihilfe für dieses Investitionsvorhaben genehmigen zu können, nachdem die Prüfung dank der Qualität der Anmeldungen und der ausgezeichneten Zusammenarbeit seitens der deutschen Behörden nur vier Monate gedauert hat.“

In ihrem Werk in Frankfurt will die FSM Solarmodule mit einer nominalen Jahreskapazität von 100 MWp herstellen. Dabei wird ein alternatives Verfahren zur Herstellung der Module - die Dünnschicht-Photovoltaiktechnik - eingesetzt. Für sie werden nur geringe Mengen von Rohstoffen benötigt und der Produktionsprozess erfordert wenig Energie. FSM hofft, mit der Produktionsanlage auf dem rasch expandierenden europäischen Markt eine wichtige Rolle spielen zu können.

Autor: Jürgen Brück

J_Brueck













     
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