Zum Inhalt springen

Wasserkraft ein wichtiger Eckpfeiler für die nachhaltige Energiezukunft

Thema: Wasser | 16.01.2006 | Aufrufe: 3882 | Bewertung: (7 Bewertungen)

„Die jüngste Auseinandersetzung um die russischen Erdgaslieferungen in die Ukraine haben sehr deutlich gezeigt, wie sensibel das europäische Energiesystem ist. Europa muss unabhän-giger von außereuropäischen Energielieferanten werden“ fordert Johann Taubinger, Vizeprä-sident des Vereins Kleinwasserkraft Österreich. Nicht nur Gas muss zum überwiegenden Teil importiert werden sondern ist Österreich durch den stetigen Strombedarfszuwachs auch zu einem Stromimportland geworden.

Auf Grund der topografischen Verhältnisse ist Österreich in der glücklichen Lage über ein großes Wasserkraftpotential zu verfügen. Rund 70 % der gesamten Stromerzeugung werden mit Wasserkraft gedeckt und stellt damit die Wasserkraft in Österreich das Rückgrat aller er-neuerbaren Energieformen dar. Für den Ausbau der Wasserkraft gibt es in Österreich noch beträchtliches Potenzial. „Jede nicht aus erneuerbareren Energieformen genutzte Kilowatt-stunde beschert der Atomkraft und fossilen Energieerzeugung eine Renaissance“ hofft Tau-binger auf die rasche Umsetzung von einigen in der Bewilligungsphase stecken gebliebenen Projekten. Die positiven ökologischen Effekte der Erzeugung von Energie aus Wasserkraft in Relation zu fossilen Energieträgern sind unbestritten. Wasserkraft ist eine besondere Form der Sonnenenergie und bedeutet damit der Ausbau der Wasserkraft aktiven Umwelt- und Klima-schutz.

Eine Beschleunigung und Vereinfachung diverser Genehmigungsverfahren ist unbedingt an-zustreben. Um einen Ausbau und Revitalisierungen vorantreiben zu können sind stabile wirt-schaftliche Rahmenbedingungen und langfristige Rechtssicherheit dringend erforderlich. Dies könnte und müsste im zu erwartenden Ökostromgesetz und der dazugehörenden Verordnung umgesetzt werden. In der derzeitigen Regierungsvorlage gibt es einige Eckpunkte, die unbe-dingt dem zukünftig schwierigen ökologischen und klimatischen Umfeld angepasst werden müssen. Nur der Umstieg auf erneuerbare Energieformen könne langfristig stabile Stromprei-se garantieren.

„Für 2006 wird aus Kleinwasserkraftwerken eine Strommenge von 4,4 TWh prognostiziert, was rund 8 % des gesamten Stromverbrauchs in Österreich entspricht. Mit dieser Strommenge können rund 3,5 Million Tonnen CO2 gegenüber einer Erzeugung in kalorischen Kraftwerken eingespart werden“, freut sich Taubinger. „Gefahr droht der Kleinwasserkraft jedoch auf eu-ropäischer Ebene: es ist nicht nachvollziehbar, warum der Kleinwasserkraft als kostengüns-tigster Ökostromform mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie zukünftig neue Opfer abverlangt werden. Es muss bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie mit Augenmaß vorge-gangen und die Gestaltungsspielräume auch konsequent genutzt werden“ fordert Johann Tau-binger weiter.



Diesen Artikel empfehlen:






Ähnliche Wasser Artikel:

- Umweltbewusstes Denken in China
- Wasserkraft innovativ

Ähnliche Fachberichte:

- Wasserstoff ist der Schlüssel zu unserer Energiezukunft



nutzlos nutzlos
brauchbar brauchbar
nützlich nützlich
interessant interessant
sehr interessant sehr interessant


Hier versenden Sie den Artikel Wasserkraft ein wichtiger Eckpfeiler für die nachhaltige Energiezukunft:

Name Absender

E-Mail Absender

Name Empfänger

E-Mail Empfänger

ANTI-SPAM Frage:
Welche Farbe hat ein türkisfarbener Himmel?


Salzwasser-Heim- und Gewerbespeicher in 22 Länder verkauft: BlueSky Energy verdreifacht seinen Umsatz
11.11.2019 | 128 Aufrufe

Hessische Logistikbranche und ÖPNV setzen auf Wasserstoff
31.10.2019 | 126 Aufrufe

1000 Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge für Osthessen?
21.10.2019 | 167 Aufrufe

Contracting-Tag Hessen befasst sich mit Energiedienstleistungen im Strom- und Wärmebereich
21.10.2019 | 192 Aufrufe

Systemanbieter enisyst bringt modulares MSR-Komplettpaket für die energetische Gebäudesanierung auf den Markt
23.09.2019 | 149 Aufrufe