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Sie sind hier: Start > News & Wissen > Wasserstoff: HyCentA während der 1. österreichischen H2-Konferenz in Graz eröffnet : zurück

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Thema Wasserstoff vom 13.10.2005 @ 17:56:27 CEST


HyCentA während der 1. österreichischen H2-Konferenz in Graz eröffnet


Aktuelle Wasserstoff News Wann kommt endlich Wasserstoff als Alternative zu teuren Mineralölprodukten auf den Markt? Diese und ähnliche Fragen stellten sich zahlreiche Experten der Energiewirtschaft Anfang der Woche in Graz, wo die erste österreichische Wasserstoffkonferenz im dortigen Messecenter veranstaltet wurde. Gleichzeitig wurde auch das erste Wasserstoff-Forschungszentrum in Österreich - das Hydrogen Center Austria (HyCentA) - mit entsprechenden Prüfständen eröffnet...

Der Startschuss für eine zukünftige österreichische Wasserstoffwirtschaft, so kann diese gut aufeinander abgestimmte Aktion im Alpenland gewertet werden. Waren die diesbezüglichen Aktionen in der Vergangenheit eher noch recht verhalten gewesen, so scheint jetzt der Knoten geplatzt zu sein. Grundlage dafür war unter anderem die Errichtung der ersten Abgabestelle sowohl für flüssigen als auch für gasförmigen Wasserstoff.

Auf dem Gelände der Technischen Universität Graz stehen jetzt vakuumisolierte Tanks für die dort geplanten Forschungsprojekte zur Verfügung, die über 17.600 Liter verflüssigten Wasserstoff (= LH2; -253 °C) speichern können, der vom Wiesbadener Gaselieferanten Linde kommt. Außerdem stehen Container-Prüfstände mit Anschlüssen für Stickstoff, Helium, flüssigen und gasförmigen Wasserstoff bereit, die mit modernste Messtechnik und Sensorik ausgerüstet sind. In unmittelbarer Nachbarschaft steht darüber hinaus das Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik, des Großmotorenzentrum LEC und das Frank Stronach Institute (FSI), so dass sich diese Institutionen wechselseitig mit neuen Ideen befruchten können.

Basierend auf dieser guten Infrastruktur sollen jetzt in Graz mehrere wasserstoffrelevante F&E-Projekte für die Anwendung im Automobilbereich durchgeführt werden. Dazu zählen unter anderem die Optimierungsarbeiten von LH2-Tanksystemen sowie die Untersuchungen zur Lebensdauer von Bauteilen in einer Wasserstoffumgebung.

Das HyCentA (Hydrogen Center Austria) soll die Nutzung von Wasserstoff als regenerativer Energiespeicher fördern. Durch die Kombination des Wasserstoffprüfzentrums mit der Wasserstoffabgabestelle soll es gleichzeitig als Kristallisationspunkt und Informationsplattform für wasserstoffbezogene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fungieren.

Geschäftsführer Manfred Klell ist zuversichtlich, dass auf diese Weise auch im internationalen Vergleich schnell Anschluss gefunden wird: „Das HyCentA verfügt über ein hohes wissenschaftliches wie auch wirtschaftliches Zukunftspotenzial.“ Der stellvertretende Landeshauptmann Leopold Schöggl ergänzte: „Forschung von heute bedeutet Arbeitsplätze von morgen. Mit dem ersten österreichischen Forschungszentrum für Wasserstoff unterstreicht die Steiermark erneut ihren Anspruch auf das Forschungsland Nummer

Eins.“

Betreiber des Zentrums ist die TU Graz mit sieben weiteren Partnern aus der Wirtschaft (Magna, OMV und AVL, FVT und die steirische Gas & Wärme GmbH) sowie dem Joanneum Research und der seibersdorf research. Die Errichtung wurde zu zwei Dritteln von der beteiligten Industrie getragen. Finanziell haben sich aber auch der Bund sowie der Zukunftsfonds des Landes Steiermark und die steirische Wirtschaftsförderung beteiligt.

Die Wasserstoffkonferenz startete bereits am Montag und dauerte zwei Tage. Das Joanneum Research und das HydrogenCenter Austria (HyCentA) luden gemeinsam zu dieser Veranstaltung ein und versuchten damit dem großen Interesse, das an H2 besteht, mit einem anregenden Programm Rechnung zu tragen.

Der Bürgermeister von Graz, Mag. Siegfried Nagl, eröffnete die Konferenz und zitierte den Naturwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker: „Das Erdklima gerät aus dem Gleichgewicht, die Artenvielfalt schwindet und die Rohstoffe werden knapp. Es bleibt nur eines: weniger Natur zu verbrauchen und mit dem wenigen wirksamer arbeiten - wir müssen eine Effizienzrevolution in Gang setzen.“

Autor: Sven Geitmann

Redaktion













     
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